Promenadenkleid (Natural Form) 2013

Leider habe ich in diesem Jahr nur kleine Projekte geschafft – und ein größeres: das folgende Promenadenkleid.
Pünktlich zum Wave-Gotik-Treffen in Leipzig (Pfingsten) war es fertig. Der Schnitt entstammt erneut der Natural Form Ära. (Was für mich bedeutet, dass ich dringend wieder an Bürzel-Kleidern arbeiten muss ;-))
Materialien: Taft, Tüllspitze und Spitzenborte.
Da ich die „flach-sackige“ Hinteransicht bei manchen NF-Klamotten nicht mag, hab ich hier die Butterfly-Train von Truly Victorian verwendet.

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Bonjour tristesse (Natural Form)

Ende Dezember 2012 ist ein Langzeit-Projekt fertig geworden. Ein Grund sind die vielen Knöpfe, für die man ewig braucht, aber vielleicht arbeite ich die (bzw. die Knopflöcher) noch mal nach.

Gefertigt aus einem Baumwoll-Polygemisch in Grau (gestreift) und Samtband. Verwendete Schnitte: TV225 für den Basisrock (ohne Schleppe), TV 326 und TV 420 für die Taille (Jacke).
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Der Hut dazu ist ein mit Stoff bezogener Stroh-Hutrohling, den ich von Christine (Kostümkram) vor einiger Zeit gekauft habe.
Wer eine Alternative zu steifem Buckram sucht, dem sei diese Option sehr empfohlen. Erfordert etwas Geduld mit Sprühkleber und Rumgezuppel, aber lohnt sich, wie ich finde.
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Neues Jahr, neue Tournüre (Unterbau mit Fluff)

Da ich dieses Jahr sehr gern auf einen historischen Ball in Wien fahren möchte, wollte ich mir einen neuen Unterbau zulegen, diesmal in Weiß, da ich für den Ball vermutlich auch hellere Farben wählen werde (habe mich noch nicht entschieden). Als Vorlage habe ich den TV101 verwendet, allerdings mit separatem Fluff als Rock darüber (vordere Panelen stammen daher vom TV261). Vorteil des separaten Überrocks: der Unterbau ist austauschbar. Daher überlege ich mir, ob ich mir vielleicht noch ein neues Krustentier mit noch mehr „Heckablage“ baue. Mit jeder Erweiterung will man irgendwie mehr… 🙂

Derzeit noch in Bearbeitung: Korsett in Weiß, passend zu Tournüre und Überrock. Weitere Unterwäsche schon vorhanden (Fundus Antikläden).
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Trauernüre (Natural Form) 2012

Nach etwas längerer Zeit kann ich endlich auch wieder etwas präsentieren. Hierbei handelt es sich um eine Trauernüre aus der Zeit von „Natural Form“.
Vorlage war die linke Darstellung im Buch „Victorian and Edwardian Fashions“ auf Seite 54.

Die Nüre besteht aus einem Basisrock (inkl. Schleppe), darüber einen weiteren Basisrock (verkürzt) sowie Schürze und Draperie (hinten) sowie die Taille.
Letztere lässt sich mit Haken und Augen schliessen.
(Bei den Ärmeln bin ich bislang immer unglücklich, da möchte ich demnächst den Basisschnitt optimieren.)

Material ist diesmal schwarze Dupioniseide und Spitzenstoff.
Bei den Ärmeln habe ich mich an Knospenfalten und Paspeln probiert. Zierrat der Art werde ich nach Möglichkeit weiter ausbauen, auch wenn ein einzelnes Projekt dann noch länger dauert. Es macht einfach Spaß, selbst für Zierde zu sorgen anstatt nur eine gekaufte Borte ranzutackern.

Eine Haube ist vorgesehen; da muss ich mir noch über einen Entwurf klar werden. Allerdings hatte ich schon einen Strohhut-Rohling mit Stoff bezogen. Den kann ich sicherlich mit einem anderen zukünftigen Outfit kombinieren. Er ist aktuell noch recht schmucklos.

Eine weitere („frühe“) Trauernüre ist ebenfalls angedacht. Da bin ich noch nicht über den Basisrock hinaus. Diese ist aus schwarzem Seidentaft.

Weitere Ufos folgen sicherlich, da ich mich bemühe, diese erst einmal abzuarbeiten, bevor ich wieder mit Neuem anfange. Allerdings spuken derzeit auch noch zwei Tudor-Elisabethanisch-angehauchte Konstrukte in meinem Kopf herum… Ein Dilemma… 🙂

Hier aber erst mal die aktuelle Trauernüre:

Rückansicht

Tuchwerk in B.

Im Juli 2012 war ich zum zweiten Mal in dieser alten Fabrik, die leider komplett dem Verfall preisgegeben und damit für den Abriss freigegeben wurde. Die Metalldiebe haben ordentliche Arbeit geleistet und müllen sie auch noch zu. Immerhin können sie mit den großen Webstühlen nichts anfangen, die noch immer eisern am Platz stehen.
Wenn mich der Anblick schon frustriert, wie mag es den ehemaligen Angestellten und Arbeitern gehen, die dort Tag ein, Tag aus gearbeitet haben?

Mehr Bilder hier:Tuchfabrik in B.

Madeleine (in Anlehnung an „Interview mit einem Vampir“)

Leider komme ich derzeit mit meinen Nähprojekten nur im Schneckentempo voran, aber pünktlich zum WGT war zumindest „Madeleine“ fertig.
Vorlage bzw. Anlass war die grüne Ballnüre der „5-Sekunden-Gefährtin“ von Claudia aus dem Film „Interview mit einem Vampir“. Die Deko der Balltaille scheiterte leider an einer mangelnden Rosenborte in der richtigen Größe, also musste eine Spitzenapplikation her. Selbstversuche in der Rosengestaltung ergaben nicht das gewünschte Ergebnis.
Am diesjährigen WGT hatte ich sie den ganzen Freitag an und mag sie sehr.
Als Grundlage dienten TV-Schnitte, die Deko war dann freestyle, gerade das Gerüsche vorn. Für den Bürzel allein hinten gingen an die 6m Stoff drauf.


Zum WGT allgemein: da das Viktorianische Picknick vor 2 oder 3 Jahren ins offizielle Programm aufgenommen und in den Clara-Zetkin-Park verlegt wurde, wird es von Jahr zu Jahr voller und unübersichtlicher. An und für sich ärgerlich, aber vielleicht auch ein Ausdruck des Mangels an Gelegenheiten.
Ich bin dennoch gespannt, ob sich bis zum Winter andere Anlässe ergeben, die Klamotterie „auszuführen“, z.B. in Kassel oder München.

Aktuell liegen auch noch ca. 5 unfertige Projekte im Schrank, es gibt also immer etwas zu tun. *g*