A Russian Fairytale (Preview)

Mit der Gala Nocturna in Belgien hat es dieses Jahr aus mehreren Gründen leider nicht geklappt, das Outfit habe ich dennoch trotzig fertiggestellt, da ich etwas in der Richtung sowieso schon immer machen wollte – eine Art Zarenjacke + passender Fishtail. Neu hinzu kam der Kokoshnik (gefertigt aus Buckram, ohne Bänder zum Zubinden).

Als Vorschau letzterer mit Muff; ein Foto vom gesamten Outfit folgt vielleicht in ca. 2 Wochen.

Nähprojekte 2012

Da es bei www.kostuemkram.com schon zur Tradition geworden ist, möchte ich mich in diesem Jahr anschließen und auch mindestens 12 größere Projekte anfertigen bzw. fertig stellen. D.h. Hüte oder andere „kleine“ Sachen zählen erst einmal nicht darunter.
Vielleicht gibt es 12+ Projekte, aber das wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Erfahrungsgemäß komme ich im Sommer weniger zum Nähen, da u.a. Balkon/Garten und Lost Places rufen.

Hier meine aktuellen 9 von 12 Projekten, die ich angehen möchte:

- Outfit für die Gala Nocturna 2012, Arbeitstitel „A Russian Fairytale“
- Ballnüre „Madeleine“
- graues Tagesoutfit „Natural Form“ + Hut
- blaue Polonaise (frühe Nüre) + Hut
- schwarzes, elisabethanisches Ensemble + Kopfschmuck
- Bodice and skirt aus „Nineteenth-Century Fashion in Detail“, Seite 26-27 (in Grün oder Grün-Schwarz)
- Princess Evening dress aus „Nineteenth-Century …“, Seite 62 (Stoff / Farbe noch unklar)
- Tagesnüre (mit Unterbau)
- Trauernüre (Natural Form oder frühe/späte Nüre)

Fishtail-Kombi (2011)

Das folgende Outfit hatte ich ursprünglich für einen Konzertabend im März 2011 in Köln, u.a. mit Ordo R. Equilibrio und Spiritual Front, genäht. Aus praktischen Gründen hatte ich dann doch darauf verzichtet und es erst zum WGT getragen.
Es wird sicherlich noch mal etwas ähnlicheres, “alltagstauglicheres” geben.
Der Fishtail-Schnitt ist selbst konstruiert; der Schnitt vom Oberteil ist eine Abwandlung vom TV405.

Gründerzeit – Hüte

 

Normal, im “Alltag” mag ich Kopfbedeckungen eher weniger, aber für viktorianische Kleidung sind diese eigentlich ein Muss. Ohne fühlt man sich nahezu “nackt” :)
Der grüne, etwas flachere ist für mein grünes NF-Outfit, der schwarze für eine Kombi mit Bürzel darunter; kann aber auch z.B. mit der Herbstnüre gezeigt werden. Fotos hiervon bin ich diesem Blog noch schuldig (hole ich im Frühjahr nach, da es hierzu auch eine Balltaille gibt).

Prä-Winterschlaf-Konzerttour

Recht langsam und stürmig, aber er scheint da zu sein: Der Winter.
Vor dem üblichen Winterschlaf konnte ich noch ein paar Konzerten beiwohnen, darunter Objekt Urian, Sigillum S., Ordo R. Equilibrio, Anenzephalia und Brighter Death Now. Viele Impressionen und schwere Gedanken, nur keine richtigen Worte dafür.

Der Tag der Befreiung in Berlin am 3.12. wäre auch etwas gewesen, aber da habe ich mich lieber zu Hause im Nähzimmer verkrümelt. Ein neidvoller Gruß an jene, die an diesem Abend in Belgien zu „Danse Macabre“ waren. Warum nur ist diesmal alles so geballt im November – Dezember? …

Herbst-Nüre (2010)

Die Nüre  (Polonaise) ist eigentlich schon letztes Jahr entstanden und wurde da auch ausgeführt, nur fehlen mir hiervon Bilder in einer guten Auflösung.
Und auch wenn der Herbst in diesem Jahr mehr als schön ist, hat es die Polonaise leider nur auf die Püppi geschafft. Ich gelobe Besserung im nächsten Jahr.
Eine blaue Polonaise befindet sich derzeit in Arbeit.

Jugendwerkhof

Jugendwerkhöfe waren in der DDR eine Art „Umerziehungsanstalt“ für Kinder und Jugendliche, die aus Sicht des Staates nicht in das Gesellschaftsbild passten. Anlass zur Unterbringung waren bereits kleinere Vergehen wie beispielsweise Schulverweigerung. In diesen Werkhöfen sollten sie wieder auf „politischen Kurs“ gebracht werden. Daher lag der Schwerpunkt eher bei der politischen und nur marginal bei der allgemeinbildenden Erziehung.

Das Hauptgebäude des hier vorliegenden Werkhofs, ein Schloss, wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und diente zunächst als Sommerresidenz.
In den 1940er Jahren wurde diese als Krankenhaus umfunktioniert, im Park wurden Baracken erbaut und als Seuchenstation genutzt. Im Keller des Schlosses wurde z.B. ein OP-Saal eingerichtet.
Später etablierte sich die Einrichtung als Jugendwerkhof und verfügte sogar über ein umfangreiches Freizeitangebot (u.a. Laienspielgruppe, Foto und Film AG etc.).
Während die Mädchen in dem wunderschönen alten Schloss wohnten, waren die Jungen zunächst in den Baracken, später in einem Neubau untergebracht.
1991 wurde die Einrichtung geschlossen.
Mehr Bilder gibt es hier: Jugendwerkhof

Klinikum S.

Beim letzten Besuch leider etwas “überlaufen” und von Vandalismus heimgesucht
(Spraydosen, Paintball-Attacken, zerschlagene Waschbecken), aber noch immer wunderschön.

Mehr dazu hier: Klinikum S.

Diese Heilstätte wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und war Kureinrichtung zur Behandlung von Tuberkulose.
In den 1920er Jahren wurde sie in eine klinische Heilstätte umgewandelt: weitere Behandlungsräume und Laboratorien wurden errichtet und Röntgenapparate beschafft.
Später, in den 1970er Jahren, erweiterte sich das medizinische Angebot um Urologie und Orthopädie.
Da Anfang der 1990er Jahre in der Nähe ein großer Klinikkomplex entstand, nahte das Ende der Heilstätte.
Heute ist sie ungenutzt; Fenster und Türen sind vernagelt.

Schwarzes Natural Form (2011)

Dieses NF hat es leider dieses Jahr nicht zum WGT geschafft, weil bis dato die Schleppe noch viel zu schwer war (für den Schleppschutz hatte ich einen zu schweren Köper genommen, mit der Faltung war ich mir noch uneins und so weiter).
Wie bei dem grünen NF habe ich hier im November 2010 angefangen. Die Vorlage war diese hier (links).
(Quelle: Die Modenwelt von 1881)
Nachdem ich keinen Stoff mit dem entsprechenden Muster gefunden habe, habe ich mir bei der hiesigen “Bortenfrau” schöne Borte gekauft und ca. 20m davon mit grünen Schliffperlen und Rocailles bestickt.
Für den Basisrock habe ich den TV225 verwendet, die Schürze ist selbst konstruiert und die Schleppe ist die Butterfly Train von TV.
Das Oberteil musste ich auch umfunktionieren (Probeteile ahoi), eventuell war der TV422 die Ausgangsbasis wie auch beim grünen NF. Da ich hier aber mit Stecker arbeiten musste, kann ich das nicht mehr sagen. Den Abschluss bilden Falten und Rüschen.
Eigentlich mochte ich den Taft nicht wirklich, weil er so glänzt (daher auch der Spitzname “Specki”), aber Tuahadedana hat mich da etwas beruhigt ;-)

Anm.: Detailaufnahmen liefere ich nach. Für das hier gezeigte Bild noch mal lieben Dank an Rosa.

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